Reigen

Das Stück „Reigen” von Arthur Schnitzler besteht aus zehn Dialogen, die sich jeweils zwischen zwei Menschen abspielen, die im Laufe des Dialoges miteinander schlafen. Nur in einem Fall, dem letzten Dialog, hat der Geschlechtsverkehr bereits vor dem Gespräch stattgefunden. Einer der beiden Beteiligten trifft im nächsten Dialog auf einen anderen Partner, dieser sucht sich im darauffolgenden Dialog wieder jemand neuen und so weiter. Die Abenteuer spielen sich hauptsächlich in Wien und im Umfeld der Stadt um 1900 ab. Die zehn Personen, die hier zum Zuge kommen, gehören ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten an. Die Dirne stammt aus der niedrigsten Schicht, der Graf gehört zum Adel. Die Schauspielerin und der Dichter sind Künstler, die Eheleute gut gestellte Bürger.

 

Der „Reigen“ beginnt bei der Dirne, die mit dem Soldaten unter freiem Himmel Sex hat, ohne eine Bezahlung dafür zu bekommen. Der Soldat lernt auf einem Tanzfest das Stubenmädchen kennen, und die beiden schlafen miteinander in einer dunklen Allee. Das Stubenmädchen Marie hat wiederum ein erotisches Erlebnis mit dem Sohn ihrer Arbeitgeber. Dieser junge Herr hat eine Affäre mit der jungen Frau, welche verheiratet ist, weswegen die Affäre geheim bleiben muss. Der Ehemann der jungen Frau gibt sich ihr gegenüber zwar tugendhaft, hat aber ebenfalls außerehelichen Geschlechtsverkehr mit dem süßen Mädel, das er zu diesem Zweck ins Chambre separée einer Gaststätte einlädt. Das süße Mädel aus niedriger Schicht ist es gewohnt, sich von verschiedenen älteren und wohlhabenderen Liebhabern einladen und beschenken zu lassen. Der Dichter ist ihr nächster Geliebter, und er ergötzt sich an der Dummheit des Mädchens, durch die sie ihm wie eine Muse erscheint. Er hat aber auch ein Verhältnis mit der Schauspielerin, für die er nur einer von vielen ist. Nach einem Ausflug und einer Nacht mit dem Dichter auf einem Landgasthof ist die Schauspielerin zurück in Wien. Hier verführt sie ihren neuesten Verehrer, den Grafen, der sie am Abend zuvor auf der Theaterbühne gesehen hat. Der Graf wiederum findet sich nach einer Nacht, in der er betrunken war, im Zimmer der Dirne wieder, die dem Leser aus dem ersten Dialog bekannt ist.

 

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