Prinz Friedrich von Homburg

Der Prinz von Homburg ist ein junger General und dem Kurfürsten Brandenburgs unterstellt. Nach einem Feldzug ist er erschöpft und befindet sich in einem schlafwandlerischen Zustand, woraufhin sich der Kurfürst und sein Gefolge Scherze mit ihm erlauben.

 

Als bei der Besprechung des nächsten Kriegsgefechts im Kriegsrat die Aufgaben verteilt und die Anweisungen gegeben werden, ist der Prinz derart verwirrt und abgelenkt, dass er die ihm zugeteilte Rolle in Bezug auf den Kampf überhört. Er soll den Feind nicht ohne ausdrückliche Order des Fürsten angreifen. Entgegen dieser Anweisung gibt er den Befehl zum Angriff auf den schwedischen Gegner. Er erzielt einen Sieg für Brandenburg gegen Schweden in der Schlacht von Fehrbellin.

 

Der Kurfürst hingegen ist ganz und gar nicht erfreut über die Geschehnisse, da das Eingreifen Homburgs zwar die Schlacht positiv entscheiden konnte, jedoch den Sieg in Bezug auf den gesamten Krieg verhinderte und somit seine Pläne durchkreuzte. Er lässt den Prinzen verhaften und stellt ihn vor das Kriegsgericht, das ihn zum Tode verurteilt. Homburg glaubt zunächst nicht an eine Verurteilung, bekommt dann jedoch Angst und fleht beim Fürsten um sein Leben an. Dieser willigt erst dann ein, den Prinzen zu begnadigen, als ihn seine Nichte Natalie darum inständig bittet. Jedoch stellt er die Bedingung, Friedrich müsse bekunden, „unrecht“ behandelt worden zu sein.

 

Diese Frage veranlasst den Prinzen zum Umdenken. Nach einigem Hadern entschließt er sich, nicht einzuwilligen und zu sterben. Natalie gibt zur gleichen Zeit in einem Brief vor, der Fürst hätte befohlen, das von Oberst Kottwitz geführte Regiment zurück nach Fehrbellin zu beordern. Außerdem initiiert sie ein Bittschreiben für eine Begnadigung des Prinzen, das von allen Offizieren unterschrieben und dem Fürsten vorgelegt wird.

 

Angesichts des allgemeinen Drucks, der auf ihn ausgeübt wird, ist der Kurfürst bereit, seine Offiziere anzuhören. Es entbrennt eine heftige Diskussion darüber, wer schuld am Fehlverhalten Homburgs gewesen sei und ob man während einer Schlacht nach dem eigenen Gefühl handeln dürfe oder sich stets an das Gesetz halten müsse. Als der Kurfürst seine Offiziere abschließend befragt, ob sie sich auch weiterhin der Führung des Prinzen anvertrauen wollen, wird dies jubelnd von ihnen bejaht.

 

Der Prinz jedoch erfährt nichts von seiner Begnadigung. Mit verbundenen Augen wird er in einen Garten geführt und wartet auf seinen Tod. Stattdessen aber wird ihm von Prinzessin Natalie ein Lorbeerkranz aufgesetzt und eine Kette umgehängt, woraufhin er ohnmächtig wird. Als er wieder zu sich kommt, bejubeln die Offiziere den Prinzen von Homburg. Friedrich hingegen glaubt, dass dies alles nur ein Traum sei.

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Autor

Heinrich von Kleist

Der deutsche Schriftsteller Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist wurde im Oktobe...

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