Leutnant Gustl

Die Novelle handelt von dem 23 Jahre alten Leutnant Gustl, der gelangweilt ein Konzert besucht. Um sich die Zeit zu vertreiben, beobachtet er nicht nur die Frauen im Publikum, sondern reflektiert auch über seine unbefriedigende Lebenssituation.

Im Anschluss an das Konzert gerät Gustl schließlich in Streit mit einem Bekannten, dem Bäckermeister Habetswallner, der den körperlich unterlegenen Gustl wehrunfähig macht. Die Demütigung, als Offizier von einem gesellschaftlich tiefer stehenden Bäckermeister beleidigt worden zu sein, kann Gustl nicht auf sich sitzen lassen. Er beschließt daher, seinem nunmehr durch die Beleidigung unwürdig gewordenen Leben am nächsten Morgen ein Ende zu setzen.

Zunächst läuft Gustl jedoch ziellos durch das nächtliche Wien und gelangt schließlich zum Wiener Prater, wo er immer stärker mit seinem Schicksal hadert und vergeblich um alternative Lösungen ringt. Erschöpft schläft er auf einer Parkbank ein. Als Gustl drei Stunden später wieder erwacht, macht er sich auf den Rückweg, um seinem Leben, wie geplant, ein Ende zu setzen. Zuvor jedoch möchte er noch ein letztes Mal in seinem Kaffeehaus ein Frühstück zu sich nehmen.

Als ihm der dort arbeitende Kellner jedoch davon berichtet, dass der Bäckermeister Habetswallner in der Nacht überraschend verstorben sei, lässt der erleichterte Gustl seine Suizidpläne umgehend fallen. Stattdessen widmet er sich nunmehr der Planung des kommenden Tages, dessen Höhepunkt das für den Nachmittag angesetzte Duell bilden wird. Mit den Gedanken an die Vernichtung seines Gegners endet die Novelle.

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