Jakob der Lügner

Der Erzähler führt den Leser in die Handlung ein, schildert jedoch keine grausamen Szenen, sondern beklagt, dass es im Getto keine Bäume gibt. Außerdem erwähnt er Jakob, ohne den es diese Geschichte nicht geben würde.

 

Dann befindet sich Jakob im Getto auf der Straße. Ein Wachposten hält ihn an und beschuldigt ihn, gegen die Sperrstunde zu verstoßen. Jakob muss sich in das Haus des Wachhabenden begeben und sich eine Strafe abholen. Dort hört Jakob im Radio die Nachricht von der nahenden Roten Armee. Der Wachhabende stellt fest, dass der Wachposten sich einen Scherz erlaubt hat, denn es ist noch nicht acht Uhr. Jakob kann ohne Bestrafung nach Hause gehen.

 

Tags darauf arbeitet Jakob mit Mischa auf dem Güterbahnhof. Mischa will aus einem Waggon Kartoffeln stehlen. Jakob hält ihn davon ab, indem er ihm von dem Aufmarsch der Russen erzählt und überdies ein eigenes Radio erfindet. In der Mittagspause will Jakob die Sache richtigstellen, aber da hat Mischa längst Kowalski davon erzählt. Jakob kann seiner Lüge nun nicht mehr entkommen.

 

Danach besucht Mischa die Familie Frankfurter. Er will ihr von dem Vorrücken der Russen erzählen und um Rosa Frankfurters Hand anhalten. Als er von Jakobs Radio erzählt, ist Felix Frankfurter wie erstarrt. Er zerstört sein eigenes Radio, das er heimlich aufbewahrt hat. Berauscht von der Aussicht auf Befreiung, schmieden Rosa und Mischa Zukunftspläne.

 

Plötzlich gibt es einen Stromausfall im Getto. Doch bei Kowalski gibt es noch Strom, doch Jakob kann sich mit klugen Ausreden davon befreien, das Radio dorthin bringen zu müssen. Jakob kann das Radio ruhen lassen. Um dennoch an weitere Informationen zu kommen, stiehlt Jakob von der Toilette der Deutschen eine Zeitung, die sich aber als unnütz erweist.

 

Eines Tages schleicht sich Herschel Schtamm zu einem Waggon mit Gefangenen auf dem Bahnhof und erzählt ihnen von der nahenden Befreiung. Dabei wird er erschossen. Am selben Tag erwischt Jakob Lina, die in seinem Zimmer das Radio sucht. Er lässt sich erweichen und spielt hinter einer Wand mit Geräuschen ein Radio nach. Lina schaut jedoch hinter die Wand und entdeckt den Schwindel. Prof. Kirschbaum soll Gestapochef Hardtloff helfen. Er hat Angst, bei einer missglückten Behandlung ermordet zu werden, und begeht daher Selbstmord. Kurz danach werden Rosas Eltern deportiert, Mischa kann Rosa vor diesem Schicksal retten. Jakob beschließt, das Radio sterben zu lassen, und erzählt Kowalski, dass das Radio von ihm erfunden war. Kowalski begeht daraufhin Selbstmord.

 

Es gibt zwei Enden: Beim ordentlichen Ende wird Jakob am Zaun erschossen, als die Rote Armee das Getto befreit. Beim nichtswürdigen Ende werden alle Gettobewohner deportiert. Im Zug trifft Jakob den Erzähler und erzählt ihm seine Geschichte.

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Autor

Jurek Becker

Der deutsche Schriftsteller Jurek Becker wurde vermutlich am 30. September 19...

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