Frühlingserwachen

Das Theaterstück „Frühlings Erwachen“ behandelt die Schicksale dreier Jugendlicher, die zur Zeit des Wilhelminismus (1890–1914) in einer ländlichen Gegend aufwachsen. Melchior ist ein aufgeklärter Junge und der beste Schüler auf dem Gymnasium. Sein bester Freund Moritz ist der schlechteste Schüler und versetzungsgefährdet. Die dritte Hautfigur ist die vierzehnjährige Wendla. Sie ist frustriert, weil ihre Mutter ihr nicht erklären will, woher Kinder kommen.

 

Die beiden Jungen haben bereits erste sexuelle Regungen gehabt. Doch Moritz weiß nicht, was es mit der Sexualität und der Fortpflanzung auf sich hat. Deswegen schreibt Melchior für seinen Freund eine Abhandlung zu dieser Thematik. Moritz ist völlig fasziniert von dem, was er durch diese Abhandlung über die menschliche Sexualität erfährt.

 

Zwischen Wendla und Melchior entsteht sexuelle Spannung. Einmal bittet sie ihn, sie zu schlagen, weil sie nachempfinden möchte, was ihre Freundin Martha durchmacht, die von ihrem Vater ständig verprügelt wird. Melchior verliert die Beherrschung, nachdem sie ihn wiederholt ermutigt, stärker zu schlagen. Schließlich prügelt er auf sie ein, flieht dann entgeistert und lässt Wendla allein im Wald zurück. Als sie ihn das nächste Mal sieht, auf einem Heuboden, ist sie aber nicht abgeschreckt von ihm. Die beiden schlafen miteinander, wobei Wendla nicht weiß, was eigentlich vor sich geht. Melchior schwängert das Mädchen.

 

Moritz’ schlimmste Befürchtung wird unterdessen Realität: Er soll in diesem Schuljahr sitzen bleiben. Aus Verzweiflung nimmt sich der Junge das Leben. Melchior wird wegen seiner Abhandlung über Sexualität, die man bei Moritz’ Sachen findet, von der Schule verwiesen. Seine Eltern beschließen, ihn in die Korrektionsanstalt zu schicken, nachdem sie erfahren haben, dass er mit Wendla geschlafen hat.

 

Als Wendlas Mutter die Schwangerschaft bei ihrer Tochter feststellt, lädt sie eine Frau ein, die das Kind abtreiben soll, damit Wendlas Ehre gerettet werden könne. Bei der Abtreibung aber stirbt Wendla. Melchior kann aus der Korrekturanstalt fliehen. Er läuft bis zum Friedhof, auf dem Wendla und Moritz liegen. Moritz’ Geist erscheint und versucht, Melchior zum Selbstmord zu überreden. Doch dann taucht ein vermummter Herr auf und bringt Melchior davon ab. Melchior geht mit dem vermummten Herrn mit, um von ihm alles Interessante zu lernen, was die Welt zu bieten hat.

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