Frau Jenny Treibel

Kommerzienrätin Jenny Treibel besucht das Haus von Professor Schmidt, um seine Tochter Corinna zu einem Dinner einzuladen. Corinna erzählt ihr, dass auch sie nach einem guten Leben mit Besitz und Unterhaltung strebe. Jenny Treibel beteuert aber, dass „Geld eine Last“ sei und das Glück in „kleinen Verhältnissen“ liege. Der Professor erzählt seiner Tochter daraufhin von Jenny als einem sentimentalen Ladenmädchen, dem durch die Heirat mit einem Industriellen der Aufstieg ins Großbürgertum gelungen sei.

 

Beim Dinner unterhält sich Corinna lebhaft und kokett mit Mister Nelson, doch ihr Cousin Marcell weiß genau, dass sie im Grunde nur Leopold beeindrucken will, den jüngsten Sohn der Kommerzienrätin. Marcell macht Corinna Vorhaltungen wegen ihres Verhaltens und versucht, ihr begreiflich zu machen, dass Leopold viel zu unbedeutend sei für ein so kluges Mädchen wie sie. Doch Corinna erklärt ihm, dass sie kein kleinbürgerliches Leben in der Welt der Gelehrten führen möchte, sondern ein Leben in Wohlstand.

 

Marcell klagt seinem Onkel, dass Corinna versuche, Leopold für sich zu gewinnen. Schmidt beruhigt seinen Schützling und Kollegen und sagt, Jenny Treibel würde ihren Sohn niemals eine Professorentochter heiraten lassen. Er erzählt von seiner eigenen Verlobung mit Jenny und wie er von ihr sitzen gelassen wurde, als der gut situierte Treibel erschienen sei.

 

Leopolds Schwägerin Helene möchte, dass Leopold ihre Schwester Hildegard heiratet. Jenny kann das hochmütige Wesen der Schwestern jedoch nicht ertragen und lädt Hildegard nicht ein.

 

Leopold Treibel selbst fasst den Plan, Corinna zu heiraten, und hofft, sich gegen seine Mutter durchsetzen zu können, von der er sich ansonsten ständig bevormunden lässt.

 

Da lädt eine befreundete Familie die Treibels und die Schmidts zu einer Landpartie ein. Während des Spaziergangs versucht Leopold, Corinna einen Antrag zu machen, findet aber erst den Mut dazu, als seine Mutter außer Sichtweite ist. Als Jenny am Abend von der Verlobung hört, ist sie außer sich, verbietet Leopold die Verlobung und schreibt an Hildegard.

 

Leopold hält jedoch an seinem Vorhaben fest und schreibt Corinna jeden Tag, dass er bald etwas unternehmen werde. Doch nichts passiert. Corinna sieht schließlich ein, dass es sinnlos ist, an Leopold festzuhalten, und heiratet Marcell.

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Autor

Theodor Fontane

Der Apotheker und deutsche Schriftsteller Theodor Fontane wurde am 20. Dezemb...

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