Die Leiden des jungen Werther

„Die Leiden des jungen Werther“ ist ein Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe, der 1774 anlässlich der Leipziger Buchmesse veröffentlicht wurde und den jungen Schriftsteller (Goethe war damals 25 Jahre jung) fast über Nacht zu einem bekannten Autor machte. Das Werk handelt von Werther, einem jungen Mann von circa 20 Jahren, der nach Wahlheim kommt, um dort Erbstreitigkeiten zwischen seiner Tante und seiner Mutter zu besprechen.

 

Dort verliebt er sich in die jüngere Charlotte S.. , die bereits einem anderen Mann mit Namen Albert versprochen ist. Aus der anfänglichen Freundschaft mit Lotte erwächst daher schnell eine belastende und vereinnahmende Situation für den jungen Werther, der damit nicht gut zurechtkommt. In seinen Briefen schildert er seinem Freund Wilhelm seine aussichtslose Liebe zu Lotte oder seinen Zwist mit der Gesellschaft. Denn es fällt Werther schwer, sich in die gesellschaftlichen Strukturen einzuordnen.

 

Das Werk ist in zwei Bücher eingeteilt. Das erste Buch behandelt den Zeitraum vom 4. Mai 1771 bis zum 10. September 1771, das zweite Buch den Zeitraum vom 20. Oktober 1771 (Umzug in die Stadt D..) bis zum 24. Dezember 1772.

 

Im ersten Buch wird Werthers erster Aufenthalt in Wahlheim beschrieben. Er lernt Lotte kennen, verliebt sich und muss mit der Tatsache leben, dass sie mit einem anderen verlobt ist. Anfangs ist Albert, Lottes Verlobter, noch auf Geschäftsreise, doch als er zurückkommt, wird die Situation für Werther unerträglich. Werthers Mutter und sein Freund Wilhelm versuchen daher, ihn dazu zu ermuntern, aktiv zu werden und sich nicht mehr länger dieser belastenden Situation auszusetzen. Wilhelm vermittelt ihm eine Stelle bei einem Gesandten in der Stadt D.. und Werther bricht dorthin auf. Damit endet das erste Buch.

 

Das zweite Buch ist sehr stark von unauflösbaren Konflikten geprägt. Werther kann sich auch in der Stadt D.. nicht integrieren und hegt eine starke Abneigung gegen den Gesandten. Nach circa einem halben Jahr kündigt er seine Arbeit und kehrt nach Wahlheim zurück. Inzwischen haben Lotte und Albert geheiratet und die Situation ist noch auswegloser als zuvor. Im weiteren Verlauf führt dies zu einem geistigen Verfall Werthers, der sich in Überspanntheit und Rastlosigkeit ausdrückt. Als Albert Lotte darum bittet, Werthers Besuche zu reduzieren, eskaliert die Situation. In einem Moment, wo Werther und Lotte alleine sind, küsst er sie und glaubt in diesem Moment erkannt zu haben, dass auch Lotte ihn liebt. Damit zufrieden und von der Ausweglosigkeit seiner Situation überzeugt nimmt er sich in der Nacht auf den 24. Dezember 1774 das Leben.

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Autor

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main gebo...

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