Der Prozess

Der Prokurist einer Bank, Josef K., wird an seinem 30.Geburtstag verhaftet. Weder die Wächter Willem und Franz noch der Aufseher können den Grund dafür angeben. K. wird nicht eingesperrt und darf seinem normalen Leben nachgehen. Am selben Tag entschuldigt sich K. bei seiner Zimmervermieterin Frau Grubach für die Unannehmlichkeiten und bei Fräulein Bürstner, einer Mieterin bei Frau Grubach, für die Zweckentfremdung ihres Zimmers, denn dort fand das Gespräch mit dem Aufseher statt.

 

Am Sonntag, einige Tage nach der Verhaftung, findet die erste Verhandlungssitzung statt. K. kann aber das Sitzungszimmer nicht finden. Die Frau des Gerichtsdieners führt ihn zum richtigen Sitzungssaal. Hier kommt K. dem Verhör durch den Untersuchungsrichter zuvor, erklärt den gesamten Prozess für eine Farce und beschwert sich über die Bestechlichkeit der Wärter.

 

K. begibt sich am nächsten Sonntag wieder zum Gericht. Der Sitzungssaal ist leer und die Frau des Gerichtsdieners bestätigt den heutigen Ausfall der Verhandlung. Er unterhält sich mit der Frau. Doch dann kommt der Student zu ihnen und trägt die Frau auf den Dachboden zum Untersuchungsrichter. Anschließend taucht der Gerichtsdiener auf und nimmt K. mit zu den Gerichtskanzleien auf dem Dachboden.

 

Einige Tage danach findet K. Willem, Franz und einen Prügler in einer Rumpelkammer der Bank vor. Die Wächter sollen bestraft werden, weil K. öffentlich deren Bestechlichkeit anprangerte. K. kann die Wächter nicht freikaufen. Er verlässt das Zimmer und am nächsten Tag wiederholt sich die Szene.

 

K. bekommt Besuch von seinem Onkel Albert/Karl. Der Onkel nimmt ihn mit zu dem Advokaten Huld, um von diesem Hilfe zu erbitten. K. lässt sich jedoch von Hulds Pflegerin Leni weglocken und verführen.

 

Mittlerweile ist K. mit Hulds Arbeit unzufrieden. Ein Klient K.s empfiehlt K. den Gerichtsmaler Titorelli als Hilfe. K. begibt sich zu Titorelli und erfährt, welche drei Möglichkeiten es in Bezug auf das Ende des Prozesses gibt. Anschließend besucht K. Huld, um ihn zu entlassen. Dort ist auch der Kaufmann Block zugegen, der ihm von seinem eigenen Prozess berichtet. K. teilt Huld seinen Entschluss mit. Um K. zu zeigen, wie gut Huld ihn behandelt, erniedrigt er seinen Klienten Block.

 

Später trifft K. im Dom den Gefängniskaplan, der ihm die Parabel vom Türaufseher zum Gesetz erzählt und ausdeutet.

 

Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird K. von zwei unbekannten Männern mit Zylinderhüten in seinem Zimmer abgeholt. Nach einiger Zeit auf der Straße gelangen sie zu einem Steinbruch, in dem K. von den Männern mit einem Fleischermesser mittels eines Stoßes in das Herz getötet wird.

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Autor

Franz Kafka

Der deutschsprachige Schriftsteller Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag...

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