Das Leben des Galilei

Zu Beginn des Stückes arbeitet der 45-jährige Galilei als Dozent an der Universität von Padua,  er lebt in bescheidenen Verhältnissen und muss zusätzlich Privatschüler unterrichten, um seine Familie ernähren zu können. Aufgrund seiner finanziellen Lage rät ihm aber der Kurator der Universität, etwas Praktisches zu erfinden, was Galilei Geld einbringen könnte. Galilei hat durch Zufall erfahren, dass in Holland das erste Fernrohr erfunden wurde. Er macht sich daran, ein Teleskop zu bauen, und präsentiert er schließlich als seine eigene Erfindung.

 

Galilei nutzt das Fernrohr für seine eigene Studien und macht bahnbrechende Entdeckungen, die die Lehre des Kopernikus bestätigen: Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern bewegt sich um die Sonne. Galileis Freund Sagredo erkennt die Gefährlichkeit, die diese neue Theorie in sich birgt, da sie die kirchliche Lehre radikal verwirft. Er erinnert Galilei an das Schicksal des Philosophen und Astronomen Giordano Bruno, der aufgrund ähnlicher Annahmen nur zehn Jahre zuvor auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

 

Galileis Betrug mit der Erfindung des Teleskopes wird mittlerweile  aufgedeckt. Um seine finanzielle Situation zu verbessern, wechselt Galilei an den Hof von Florenz, wo er als  Hofmathematiker angestellt wird. Da Florenz sehr stark mit dem kirchlich beherrschten Rom verbunden ist, ist Galileo zunehmend der Beobachtung durch die kirchliche Inquisition ausgesetzt.

 

Seine Theorien müssen geprüft werden. Selbst als die Prüfung des Collegium Romanum die Richtigkeit der Lehre Galileis bestätigt, wird er von der Kirche  ermahnt: Seine Gedanken sollen einzig als mathematische Hypothesen bestehen bleiben. Galilei  erhält nachfolgend ein Forschungsverbot erteilt, er forscht aber im Verborgenen  weiter.

 

Als ein neuer Papst ernannt wird, hofft Galilei auf seine Gunst. Seine Lehre hat mittlerweile auch im Volk große Verbreitung gefunden. Der Papst lässt Galilei aber vor das Inquisitionsgericht führen. Einige Wochen später widerruft Galilei seine Lehre vor dem Inquisitionsgericht. Seine einstigen Schüler wenden sich enttäuscht von ihm ab. Galilei lebt unter Arrest auf dem Land; seine Forschung wird von der Kirche streng  überwacht.

 

Mittlerweile ist Galilei sehr krank und  fast erblindet. Eines Tages kommt sein ehemaliger Schüler Andrea zu Besuch. Galilei teilt ihm mit, dass er heimlich eine Abschrift seines Werkes ‚Discorsi‘ vorgenommen hat. Er übergibt Andrea die Verantwortung, das Dokument nach Holland zu schmuggeln.

Galilei glaubt, dass er die Wissenschaft verraten hat. Es gelingt Andrea, das Manuskript über die Grenze zu bringen. Galileis Erkenntnisse und Lehrgrundsätze werden durch ihn weitergetragen.

 

 

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