Dantons Tod

Paris 1794. Die Französische Revolution ist im fünften Jahr, und der Wohlfahrtsausschuss mit Robespierre an der Spitze übt eine Schreckensherrschaft aus. Wer den Verdacht erregt, der Republik schaden zu wollen, muss um sein Leben fürchten.

 

Danton, der zwei Jahre zuvor als Justizminister die Revolutionstribunale ins Leben gerufen hatte, stellt sich mit seinen Anhängern Robespierre entgegen und fordert Milde. Das Blutvergießen müsse aufhören und die Revolution zugunsten einer friedlichen Republik enden.

 

Mit Robespierre und Danton treffen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Robespierre, der Unbestechliche, verachtet Danton, der sich mit Prostituierten umgibt und ein zügelloses Leben führt. Er ist überzeugt von der natürlichen Tugend des Volkes und fürchtet, dass Dantons Lasterhaftigkeit eine zersetzende Macht auf das Volk habe – und damit auf die Republik. Danton wiederum verspottet Robespierres Tugendhaftigkeit, die er als Eitelkeit entlarvt.

 

Er weiß, dass er sich in Gefahr begibt, indem er sich dem Wohlfahrtsausschuss entgegenstellt, doch vertraut er auf seine Popularität beim Volk. Gleichzeitig liebäugelt er mit dem Gedanken an den Tod, der ihn von seinem Lebensüberdruss und seinem quälenden Gewissen erlösen würde. Die Erinnerung an die Septembermorde von 1792, die er nicht verhindert hat, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen.

 

Die Stimmung im Volk ist aufgeheizt. Der große politische Umsturz hat keine Besserung gebracht, die Menschen leiden weiterhin Hunger. Ihr Hass richtet sich gegen die Bürger, die von der Revolution profitiert haben, reich geworden sind und ein ausschweifendes Leben führen. Der Wohlfahrtsausschuss muss handeln, um das Volk zu beschwichtigen.

 

Robespierre zögert, doch St. Just überzeugt ihn von der Notwendigkeit, zu handeln. Robespierre gibt nach und lässt Danton und seine Anhänger festnehmen und vor das Revolutionsgericht stellen. Unter den Angeklagten ist Robespierres alter Schulkamerad Camille Desmoulins.

 

Dantons leidenschaftliche Verteidigungsreden ziehen Menschenmengen an und finden großen Beifall. Daher gibt St. Just Anstoß zu einem neuen Dekret, das es erlaubt, Angeklagte, die die Verhandlung stören, vom Prozess auszuschließen. Draußen vor dem Justizpalast wendet sich die Volksstimmung schließlich gegen Danton. Seine Freunde und er werden zum Tode verurteilt und unter dem Spott der Umstehenden hingerichtet.

 

Dantons Frau Julie begeht Selbstmord, Camilles Frau Lucile, die nach seiner Verhaftung wahnsinnig geworden ist, lässt sich als Royalistin verhaften. Der Tod durch die Guillotine ist auch ihr sicher.

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Autor

Georg Büchner

Karl Georg Büchner (geboren am 17. Oktober 1813 in Goddelau...

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