Biedermann und die Brandstifter

Im Mittelpunkt von Max Frischs „Lehrstück ohne Lehre“ steht der Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann, der aus Feigheit und Ignoranz nichts gegen das hereinbrechende Böse unternimmt.

Zu Beginn der ersten Szene trinkt Biedermann in seinem Wohnzimmer Wein und liest in der Zeitung den Bericht über einen erneuten Brandanschlag. Als daraufhin das Hausmädchen Anna die Ankunft eines Hausierers mit Namen Schmitz meldet, will Biedermann ihn sogleich hinauszuwerfen, aber stattdessen lädt er ihn zum Essen ein, woraufhin dieser Biedermanns Zivilcourage lobt.

 

Biedermanns Unmenschlichkeit zeigt sich an der herzlosen Kündigung seines langjährigen Mitarbeiters Knechtling. Um dennoch die von Schmitz gelobte Menschlichkeit unter Beweis zu stellen, gewährt Biedermann Schmitz Obdach auf seinem Dachboden. Biedermanns Frau befürchtet zwar, es könne sich bei Schmitz um einen Brandstifter handeln, aber die gestattet am nächsten Tag Schmitz und seinen Freund Eisenring den Aufenthalt in ihrem Haus.

 

Während der Nacht schleppen Schmitz und Eisenring Benzinfässer auf Biedermanns Dachstuhl. Biedermann ist sauer über den nächtlichen Lärm und möchte Schmitz am nächsten Morgen vor die Tür setzen, aber er lässt sich von ihm besänftigen. Er erfährt, dass die beiden Männer in den Fässern Benzin transportiert haben, aber  er verschweigt die Gefahr, in der er sich befindet, sogar gegenüber dem Polizisten. Er erklärt, dass man Vertrauen schenken müsse. Vor dem Abendessen hilft er sogar Eisenring beim Verlegen der Zündschnur.

 

Während des Abendessens versucht Biedermann,  die Bekenntnisse seiner Gäste als Scherze zu deuten. Als in der Ferne Sirenen zu hören sind, erklären Schmitz und Eisenring ihm ganz offen, dass sie Brandstifter sind. Biedermann möchte ihnen immer noch nicht glauben und gibt ihnen sogar Streichhölzer. Die Explosion der Gasometer verdeutlicht, dass die Brandstifter ihr Werk vollendet und Biedermanns Haus in Brand gesetzt haben.

 

In der Hölle angekommen, treffen Biedermann und Babette Schmitz und Eisenring, der in der Rolle des Teufels erscheint, wieder. Sie wollen jedoch ihren Glauben bewahren und auf ihre Rettung vertrauen.

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Autor

Max Frisch

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich, als Sohn des Architekten Bruno F...

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