Aus dem Leben eines Taugenichts

 An einem Frühlingsmorgen wirft der Müller seinen Sohn, den Taugenichts, aus dem Haus, auf dass er endlich selbst seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Er verlässt sein Heimatdorf, und zwei Damen nehmen ihn mit nach Wien. Dort erhält er zufällig eine Anstellung im Schlossgarten. Hier verliebt er sich in Aurelie, eine der beiden Damen, kommt allerdings nie in ihre Nähe.

 

Kurz darauf wird der Taugenichts ohne sein Zutun zum Zolleinnehmer befördert. Er legt jeden Abend im Schlossgarten einen Blumenstrauß für Aurelie ab, was erst endet, als er Aurelie einmal sieht, als sie die Blumen an sich nimmt. Eines Abends glaubt er durch die Nachricht einer Kammerjungfer, Aurelie wolle ihn treffen. Allerdings beobachtet er sie mit einem Mann auf einem Balkon. Er vermutet eine romantische Verbindung zwischen den beiden und verlässt enttäuscht Wien.

 

Er macht sich auf den Weg nach Italien. In einem Dorf trifft er zwei Reiter, die ihn zwingen, ihn nach B. zu führen. Es stellt sich heraus, dass sie die Maler Leonhard (der Graf) und Guido (Flora) sind, die ihn als Diener mit sich nehmen. Eines Nachts verschwinden die beiden, und der Taugenichts reist allein weiter. Er gelangt zu einem Schloss, wo man ihn für Flora hält und aufs Beste umsorgt. Doch dann trifft ein Brief Aurelies ein, der nicht an den Taugenichts adressiert ist, sondern an Flora. Sie schreibt, alle Hindernisse seien beseitigt, und ohne Flora sei das Leben am Hof öde. Der Taugenichts glaubt fälschlicherweise, der Brief sei für ihn bestimmt, und will deshalb das Schloss verlassen. Daraufhin will man ihn ermorden. Er kann jedoch fliehen.

 

Er kommt nach Rom und glaubt, Aurelie in einem Garten zu sehen. Am nächsten Tag trifft er auf einen jungen Maler, der behauptet, Aurelie sei in Rom. Auf einem Gartenfest erhält er die Einladung einer römischen Gräfin, glaubt aber, sie sei von Aurelie. Am vereinbarten Treffpunkt begegnet er wieder der Kammerjungfer, die dem Taugenichts offenbart, dass Aurelie wieder in Deutschland sei und ihn liebe.

 

Der Taugenichts macht sich auf den Weg nach Wien und trifft drei Musikanten, die eine Anstellung suchen. Einer der drei ist der Vetter des Portiers in Wien, und so reisen die vier zum Schloss. In Wien angelangt, wird der Taugenichts bereits im Schlosspark erwartet. Eine Gruppe Mädchen umringt ihn und singt ein Hochzeitslied. Er erfährt, dass Leonhard der Graf ist und Guido seine Geliebte Flora. Der Taugenichts war ein Köder, um den Spion der Mutter des Grafen abzuschütteln. Aurelie erzählt ihm, sie sei nicht die Tochter der Gräfin und als Waisenkind auf das Schloss gekommen. Der Taugenichts habe auf dem Balkon damals nur beobachtet, wie sie mit dem Grafen zusammenstand, der nun Flora heiratet. Der Taugenichts und Aurelie erhalten vom Grafen zur Hochzeit ein weißes Schlösschen, und der Taugenichts will mit ihr wieder nach Italien.

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Autor

Joseph von Eichendorff

Der deutsche Schriftsteller Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wur...

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