Andorra

Die Handlung von Max Frischs „Andorra“ beginnt am Vortag des Sankt-Georgtags. Barblin, die Tochter des Lehrers, weißelt ein Haus. Dabei wird sie von dem Soldaten belästigt.

 

Der Pater taucht auf. Er wundert sich, warum Barblins Vater in letzter Zeit so viel trinkt und verurteilt die Einschätzung des Lehrers, die Andorraner wären nicht besser als die Schwarzen. Der Lehrer und der Tischler handeln die Konditionen für eine Ausbildung Andris als Tischler aus. Später streitet sich Andri mit dem Soldaten um Barblin.

 

In Barblins Kammer kann Andri am Abend nur über seine Diskriminierung durch die Andorraner nachdenken und darüber, ob ihre antisemitischen Vorurteile wahr sind. Andri hat die Ausbildungsstelle beim Tischler bekommen. Der Tischler erscheint und zerstört den Stuhl des Gesellen. Der noch ganze Stuhl ist von Andri, doch der Tischler wirft ihm Unfähigkeit vor und verlangt von ihm, dass er ab jetzt im Verkauf arbeiten solle, denn Juden könnten gut im Geld umgehen.

 

An einem anderen Tag hält Andri beim Lehrer um Barblin Hand an, was dieser ablehnt. In der Kneipe nimmt sich der Lehrer vor, den Andorraner einmal die Wahrheit über Andris Herkunft zu verraten. Später liegt Andri schlafend vor Barblins Kammer. Der Soldat schleicht sich an ihm vorbei in Barblin Zimmer und vergewaltigt sie.

 

Währenddessen tritt der betrunkene Lehrer auf und will Andri über seine Herkunft aufklären. Andri will davon aber nichts hören. Danach spricht Andri in der Sakristei mit dem Pater. Dieser rät ihm, sich selbst zu lieben, dann würden die anderen ihn auch akzeptieren. Später taucht die Senora auf und macht dem Lehrer heftige Vorwürfe, Andri als Jude ausgegeben zu haben.

 

Andri erfährt vom Pater die Wahrheit über seine Herkunft. Er ist kein Jude und die Senora ist seine Mutter. Währenddessen wurde die Senora ermordet. Die Andorraner halten Andri für den Täter.  Dann fallen die Schwarzen ins Land ein. Andri versteckt sich bei Barblin und wird ihr gegenüber zudringlich.

 

Die Schwarzen tauchen auf und führen Andri zur Judenschau. Dort wird Andri vom Judenschauer als Jude identifiziert, fortgebracht und ermordet. Am Ende weißelt Barblin, inzwischen wahnsinnig geworden, den Platz von Andorra. Der Lehrer hat sich das Leben genommen.

 

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Autor

Max Frisch

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich, als Sohn des Architekten Bruno F...

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