Wolfgang Koeppen

Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in Greifswald geboren.

Koeppen besuchte das Realgymnasium in Masuren und die Mittelschule in Greifswald. Er erzielte nie nennenswerte Erfolge in der Schule. Trotzdem verfolgte er das Ziel, später als Schriftsteller zu arbeiten.

Nach der Schule fing er eine Lehre in einer Buchhandlung an, diese brach er jedoch wieder ab und heuerte stattdessen auf einem Frachtdampfer an. Außerdem versuchte Koeppen sich als Journalist und Schauspieler. Seine eigenen schriftstellerischen Versuche wurden jedoch von den Zeitungen und Verlagen abgelehnt. Diese Ablehnung, das schlechte Verhältnis zum Vater, die finanziellen Sorgen und der Tod seiner Mutter im Jahr 1925 stürzten den jungen Schriftsteller in eine Depression.

Erst mit einer Festanstellung beim Berliner Börsen-Courier 1932 schien es ihm besser zu gehen. Nur wenige Monate später unterstützte der jüdische Verleger Bruno Cassirer die Träume des jungen Schriftstellers. Vor der Lizenzentnahme des Verlages veröffentlichte Cassirer Koeppens Werke „Eine unglückliche Liebe“ (1934) und „Die Mauer schwankt“ (1935).

1934 emigrierte Koeppen in die Niederlande. Er arbeitete zunächst als Drehbuchautor. 1944 zog er nach München, wo er die sechzehnjährige Marion Ulrich kennenlernte. Die beiden heirateten vier Jahre später.

Nach dem Krieg arbeitete er als Lektor bei einem Verlag, dort wurde auch sein Roman „Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ (1948) veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung seines wohl bekanntesten Werkes „Tauben im Gras“ (1951) wurde seine erfolgreichste Phase als Schriftsteller eingeleitet. 1953 entstand der Nachkriegsroman „Das Treibhaus“ und 1954  „Tod in Rom“.

Trotzdem blieb der erhoffte Erfolg aus. Finanziell ging es Koeppen nicht gut und so nahm er eine Stelle als Reiseberichterstatter an. Die Veröffentlichungen seiner Reiseberichte ermöglichten ihm finanzielle Unabhängigkeit.  Er hatte jedoch immer wieder mit einer Schreib-Hemmung zu kämpfen. Trotzdem erhielt er 1962 den Büchner-Preis.

1984 starb seine Frau nachdem sie jahrelang alkoholkrank gewesen war. Koeppen selbst starb am 15. März 1996.