Theodor Fontane

Der Apotheker und deutsche Schriftsteller Theodor Fontane wurde am 20. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Er war der Sohn des Apothekers Louis Henry Fontane und seiner Ehefrau Emilie. In den Jahren 1821, 1823, 1827 und 1838 wurden seine Geschwister Rudolf, Jenny, Max und Elise geboren.

 

1827 zog die Familie nach Swinemünde um. Hier eröffnete der Vater die „Adler-Apotheke“. Fontane besuchte von 1832 bis 1833 das „Friedrich-Wilhelms-Gymnasium“ in Neuruppin und wechselte 1833 zur Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden in Berlin. 1836 verließ Fontane die Schule und begann eine Ausbildung als Apotheker.

 

Im Jahr 1839 wurde Fontanes Novelle „Geschwisterliebe“ im „Berliner Figaro“ veröffentlicht. Auch im folgenden Jahr veröffentlichte er zwölf Gedichte in der gleichen Zeitung und schloss des Weiteren seine Ausbildung als Apotheker ab.

 

Fontane fing zunächst eine Stelle als Apothekergehilfe in Burg bei Magdeburg an. In den darauffolgenden Jahren arbeitete er in Leipzig und Dresden. Von 1843 war er in der Apotheke seines Vaters beschäftigt. 1841 trat er einer Burschenschaft bei. Auch in dieser Zeit veröffentlichte er weiterhin seine Texte und war als Übersetzer tätig. Von 1844 bis 1865 war er ein Mitglied des Dichterkreises „Tunnel über der Spree“. 1849 gab er seinen Beruf als Apotheker auf. Von da an war er für die „Dresdner Zeitung“ beschäftigt. Ein Jahr später heiratete er Emilie Rouanet-Kummer. Von 1855 bis 1850 lebte und arbeitete er in London. Nach seiner Heimkehr bekam er eine Anstellung bei der „Kreuz-Zeitung“ in Berlin. In den folgenden Jahren schrieb er des Weiteren Reiseberichte und von 1865 bis 1866 war er als Kriegsberichterstatter in Böhmen und Dänemark tätig. 1870 arbeitete Fontane zunächst als Theaterkritiker und später für ein Jahr als Kriegsberichterstatter in Frankreich – doch ab 1876 war er nur noch als freier Schriftsteller tätig. Er schrieb zahlreiche Texte – hierunter auch seinen berühmten Roman „Effi Briest“.

 

Theodor Fontane starb am 20. September 1898.