Otfried Preußler

Otfried Preußler (geboren als Otfried Syrowatka am 20. Oktober 1923 in Reichenberg) war ein deutscher Kinderbuchautor. Im Laufe seines literarischen Schaffens brachte er 32 Kinder- und Jugendbücher hervor, die in insgesamt 55 Sprachen übersetzt wurden. Bereits heute gelten viele seiner Bücher als immer wieder gerne gelesen Klassiker (z.B. Die kleine Hexe, 1957; Der Räuber Hotzenplotz, 1962; Das kleine Gespenst, 1966; Krabat, 1972).

 

Als Kind eines Lehrerehepaars geboren, wurde er 1942 kurz nach dem Abitur von der Wehrmacht eingezogen und musste im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront kämpfen. Preußler überlebte, geriet jedoch 1941 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst 1949 nach Deutschland zurück.

 

Anfangs betrieb er die Schriftstellerei nur nebenbei und ging von 1953 bis 1970 als Lehrer demselben Beruf nach wie seine Eltern. Aus seiner Arbeit als Hörspielschreiber für den Kinderfunk entwickelten sich dann jedoch nicht nur Tätigkeiten als Übersetzer, sondern auch das Verfassen eigener Kinder- und Jugendromane. Viele seiner Werke sind zudem von ihm selbst illustriert worden.

 

Sein Schaffen brachte ihm etliche Preise ein, unter Anderem wurde er 1972 für Krabat, seine Bearbeitung einer bekannten sorbischen Volkssage, mit dem Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

 

Otfried Preußlers Werke fanden schnell großen Anklang und werden seit Jahrzenten immer wieder in unterschiedlichen Medien verarbeitet, von Theateradaptionen über Puppenspiele bis hin zu Fernseh- und Kinoproduktionen. So brachte beispielsweise die renommierte „Augsburger Puppenkiste“ 1985 den Kater Mikesch zur Aufführung, der Stoff des Räuber Hotzenplotz wurde gleich viermal bearbeitet (1967 für das Fernsehen, sowie 1974, 1979 und 2006 für die Leinwand), und 2008 erlangte eine hochkarätig besetzte Kinoverfilmung des Krabat auch international eine gewisse Bekanntheit.

 

Otfried Preußler starb am 18. Februar 2013 in Prien am Chiemsee.