Gottfried Keller

Gottfried Keller wurde am 19. Juli als Sohn des Drechslermeisters Rudolf Keller und seiner Frau Elisabeth in Zürich geboren. Rudolf Keller starb nur fünf Jahre nach der Geburt seines Sohnes an Lungentuberkulose.

Ab dem Jahre 1825 besuchte Gottfried Keller die Armenschule. Im Juli 1835 wurde Keller aufgrund eines disziplinarischen Vergehens der Schule verwiesen und entschloss sich Maler zu werden. Er wurde unter anderem von dem Maler Rudolf Meyer unterrichtet. Diesen Unterricht brach er jedoch nach nur etwa einem Jahr ab. Keller reiste daraufhin nach München, um seine künstlerische Ausbildung an der Königlichen Akademie der Künste fortzusetzen. Sein Vorhaben scheiterte und er wurde kein Schüler der Akademie und musste des Weiteren im Jahr 1842 feststellen, dass sein Aufenthalt in München scheinbar ergebnislos war.

Nach seiner Rückkehr nach Zürich begann Keller zu dichten. Außerdem schloss er sich der liberalen Partei an und beteiligte sich an den Freischarenzügen. Im Kreis der Liberalen traf Keller auf andere Autoren und diese halfen ihm dabei eine Auswahl seiner ersten Gedichte zu veröffentlichen („Lieder eines Autodidakten“ 1845).

Außerdem erhielt Keller aufgrund seines Engagements in der liberalen Partei ein Auslandsstipendium von der Züricher Regierung und dem Erziehungsrat. So kam es dazu, dass er von 1848 bis 1850 an der Universität in Heidelberg Vorlesungen über Anthropologie und Philosophie besuchte.

Nach seinem Aufenthalt an der Heidelberger Universität zog Keller nach Berlin. Hier entstanden die meisten seiner literarischen Werke unter anderem „Neuere Gedichte“ und „Der grüne Heinrich“.

Im Herbst 1855 zog er jedoch zurück nach Zürich, wo er zunächst bei seiner Mutter lebte.

1861 trat er das Amt des Staatsschreibers in Zürich an. Keller war 15 Jahre als Staatsschreiber des Kantons tätig, bevor er sich entschloss nur noch als freier Schriftsteller zu arbeiten. In dieser Zeit schien Keller zunehmend zu vereinsamen.

Gottfried Keller starb am 15. Juli 1888.