Georg Büchner

Karl Georg Büchner (geboren am 17. Oktober 1813 in Goddelau) war ein deutscher Schriftsteller. Auf Grund seines relativ kurzen Lebens brachte er in seinem literarischen Schaffen lediglich zwei vollendete Dramen (Dantons Tod, 1835; Leonce und Lena, 1836), einen Prosatext (Lenz, 1835) und ein Dramenfragment (Woyzeck, 1837) hervor. Trotzdem gilt er auf Grund dieser wenigen radikalen und im wahrsten Sinne des Wortes revolutionäre Texte zu den bedeutendsten Vertretern des Vormärz.

 

Geboren wurde er als erstes von acht Kindern des Arztes Karl Ernst Büchner und dessen Ehefrau Louise Caroline. Im Jahr 1831 begann er im Alter von 18 Jahren ein Medizinstudium an der Universität Straßburg, das er 1836 erfolgreich abschloss. Im von der Juli-Revolution des Jahres 1830 geprägten Frankreich tat Büchner sich zu Studienzeiten als Fürsprecher politischer Freiheiten hervor. Er hielt unter Anderem einen Vortrag über die politischen Verhältnisse seiner Heimat Deutschland.

 

Seine Einstellung änderte sich nicht, als er 1833 an die Universität in Gießen wechselte, wo er gemeinsam mit dem Oppositionellen Friedrich Ludwig Weidig die Flugschrift Der Hessische Landbote herausgab, deren Kampfansage „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ noch heute ein geflügeltes Wort ist. Sowohl mit Weidig als auch mit anderen, eher kompromissbereiteren Kräften überwarf er sich jedoch, da diese ihm oftmals nicht radikal genug gesinnt waren.

 

1836 trat Büchner als Privatdozent eine Stelle in Zürich an und unterrichtete einen eigenen Kurs in zoologischer Anatomie. Zeitgleich arbeitete er an seinem letzten Drama Woyzeck. Obwohl dieses lediglich fragmentarisch erhalten ist, zählt es zusammen mit Büchners anderen Dramen noch heute zu den am häufigsten aufgeführten Stücken auf deutschen Theaterbühnen.
Im Jahr 1837 erkrankte Georg Büchner an Typhus und starb im Alter von nur 23 Jahren am 19. Februar in Zürich.