Franz Kafka

Der deutschsprachige Schriftsteller Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren. Er war der Sohn des jüdischen Kaufmanns Hermann Kafka und seiner Ehefrau Julie Kafka. Ab 1889 bis 1893 besuchte Franz Kafka die „Deutsche Knabenschule“ in Prag und legte 1901 seine Reifeprüfung an dem deutschsprachigen humanistischen Staatsgymnasium ab. Auf den Wunsch seines Vaters hin studierte Kafka Jura und schloss das Studium 1906 mit dem Doktor ab. Danach arbeitete er zunächst für eine Versicherungsgesellschaft.

 

Kafka hatte ein problematisches Verhältnis zu seinem Vater. Dieses spiegelt sich auch teilweise in seinen Werken wieder. Sein Verhältnis zu Frauen war ebenfalls nicht ganz einfach, da er sich einerseits zu ihnen hingezogen fühlte und anderseits gehemmt war, ihnen zu nahe zu kommen. Man vermutet heute, dass dieses Verhalten von einer möglichen Impotenz und Homosexualität kommen könnte.

 

Im Sommer 1917 stellte man Lungentuberkulose bei Kafka fest. Eine Krankheit, die zu dieser Zeit noch nicht heilbar war. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich in den folgenden Jahren zunehmend. Deshalb musste er bereits im Jahr 1922 pensioniert werden. Er starb am 3. Juni 1924 an den Folgen der Krankheit.

 

Nur wenige von Kafkas Werken wurden zu Lebzeiten des Autors veröffentlicht. Seine Romanfragmente „Der Process“ (1925), „Das Schloss“ (1926) und „Der Verschollene“ (1927) wurden nach seinem Tod von seinem Freund Max Brod veröffentlicht. Sein Hauptwerk bildet jedoch eine Vielzahl an Erzählungen.