Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque (eigentlich: Erich Paul Remark) wurde am 22. Juni 1898 als Sohn des katholischen Buchdruckers Peter Franz Remark und seiner Ehefrau Maria in Osnabrück geboren.

 

Nachdem Remarque 1912 die Volksschule in Osnabrück beendete, besuchte er das Lehrerbildungsseminar in Osnabrück bis 1915. 1919 schloss er das Schullehrer-Seminar erfolgreich ab. Noch während der Ausbildung wurde Remarque im November 1916 in die Armee einberufen. Jedoch wurde er durch Granatsplitter verwundet, nach Hause geschickt und 1919 aus der Armee entlassen – Remarque verzichtete auf die ihm zugesprochenen Auszeichnungen und Orden.
Im selben Jahr begann Remarque als Lehrer zu arbeiten. Bereits ein Jahr später quittierte er jedoch den Schuldienst und nahm zunächst Gelegenheitsarbeit an, bis er 1921 eine Stellung als Theaterkritiker für das Osnabrücker Tageblatt und die Osnabrücker Landeszeitung erhielt. Zu diesem Zeitpunkt publizierte er bereits Prosa und Gedichte. 1921 verwendete er zum ersten Mal seinen Künstlernamen „Remarque“ und fügte später den zweiten Vornamen „Maria“ hinzu.

 

1929 erreichte Remarque mit seinem Roman „Im Westen nichts Neues“ nationalen und internationalen Erfolg. In dem Werk thematisiert er den Heldentod der Soldaten.

 

Unter dem NS-Regime wurden im Jahr 1933 Remarques Werke öffentlich verbrannt und fünf Jahre später wurde dem Schriftsteller die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1939 emigrierte Remarque in die USA. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebte der Schriftsteller abwechselnd in den USA und der Schweiz. Er veröffentlichte weiterhin unter anderem „Arch of Triumph“ (1948) und „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“ (1958). Seine Romane sind von einer pazifistischen Grundhaltung geprägt und thematisieren die Grausamkeiten des Krieges.

 

Erich Maria Remarque starb im Jahr 1970 an einem Aortenaneurysma.