Christa Wolf

Die deutsche Schriftstellerin Christa Wolf wurde am 18. März 1929 in Landsberg an der Warthe im heutigen Polen als Tochter des Kaufmanns Otto Ihlenfeld und seiner Frau Herta geboren.

 

Wolfs Jugend war geprägt von den Auswirkungen des Nationalsozialismus. Sie war ein Mitglied des Bund Deutscher Mädel. Kurz vor Kriegsende flüchtete Wolf nach Mecklenburg und wurde kurzzeitig von ihren Eltern getrennt. Doch die Familie wurde später in Mecklenburg wieder vereint. Wolf übernahm zunächst einige Hilfsarbeiten, um die Familie finanziell zu unterstützen, doch nach einem Umzug nach Thüringen setzte sie ihre Schullaufbahn fort und schaffte im Jahr 1949 ihr Abitur. Im selben Jahr trat sie der SED bei und begann Germanistik und Pädagogik zu studieren.

 

1951 heiratete sie den Schriftsteller Gerhard Wolf und die beiden bekamen zwei gemeinsame Töchter. Bereits während der Studienzeit arbeitete Wolf für den „Deutschen Schriftstellerverband” und war später unter anderem als Cheflektorin des Verlags ”Neues Leben” tätig.

 

Im Jahr 1961 debütierte Christa Wolf mit dem Prosawerk „Moskauer Novelle“. Ihren ersten literarischen Erfolg feierte sie jedoch erst 1963 mit dem Roman „Der geteilte Himmel“. Das Ehepaar Wolf arbeitete auch an einem gemeinsamen Filmprojekt „Fräulein Schmetterling“ (1967), dies wurde jedoch aufgrund der DDR-Zensur verboten. Wolf veröffentlichte in den folgenden Jahren weitere Werke und so erhielt die Autorin bald auch außerhalb der DDR Aufmerksamkeit.

 

1989 trat Wolf aus der SED aus. Sieben Jahre später veröffentlichte sie ihren berühmten Roman „Medea. Stimmen“.

 

Christa Wolf starb am 1. Dezember 2011. Für ihr literarisches Schaffen wurde die Autorin unter anderem mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.