Bernhard Schlink

Bernhard Schlink wurde am 6. Juli 1944 in der Nähe von Bielefeld geboren. Er ist der Sohn des Theologieprofessors Edmund Schlink.

 

Nach dem Abitur studierte Schlink Jura in Heidelberg und Berlin. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an unterschiedlichen Universitäten in Deutschland. 1975 promovierte er in Heidelberg und 1981 habilitierte er in Freiburg. Von 1982 arbeitete er als Professor an den Universitäten in Bonn, Frankfurt am Main und Berlin.

 

Bernhard Schlink debütierte 1987 mit dem Roman „Selbst Justiz“, den er gemeinsam mit einem Freund verfasste. In den Jahren darauf folgten unter anderem, die von Schlink allein verfassten Werke, „Die gordische Schleife“ (1989), „Selbs Betrug“ (1992) und der internationale Bestseller „Der Vorleser“ (1995). „Der Vorleser“ handelt von einem 15-jährigen Jungen, der sich in eine 20 Jahre ältere ehemalige KZ-Aufseherin verliebt. Der Roman wurde nicht nur mit vielen literarischen Preisen ausgezeichnet wie beispielsweise 1998 mit dem Hans-Fallada-Preis, 2008 wurde der Roman auch von dem britischen Regisseur Stephen Daldry verfilmt.

 

Bei den von Schlink verfassten Werken handelt es sich primär um Kriminalromane mit einem politischen Hintergrund. Doch es wurden auch einige juristische Fachbücher von ihm veröffentlicht – hierunter „Grundrechte. Staatsrecht II.“ (2011).

 

Bernhard Schlink ist außerdem Mitglied der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland, der SPD und Mitglied im Kuratorium der Internetzeitschrift Humboldt Forum Recht.

 

Er lebt in Berlin und Berkshire (England), ist ledig und hat einen erwachsenen Sohn, der als Zahnarzt tätig ist.